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Individuelles Belastungsprotokoll


Bekannt ist das Belastungs-EKG, um die Leistungsfähigkeit des Herzens unter Last bei gleichzeitiger medizinischer Kontrolle herauszufinden.
Für Sie wäre es vermutlich genauso hilfreich, Ihr Belastungsprofil zu kennen. Blutdruck- und Pulsmessungen liefern dafür Indikatoren. Aber berücksichtigen Sie vor allem körperliche, nervliche, psychische, mentale Gesamtbelastungen.
Nehmen Sie sich eine Skala zu Hilfe, und geben Sie den Alltagstätigkeiten Punkte zwischen 1 (geringe Beanspruchung) und 10 (hohe Beanspruchung). Wählen Sie konkrete Fälle und Aktionen. Von A wie Autofahren bis Z wie Zeitung lesen. Unterschätzen oder unterschlagen Sie dabei nicht vermeintlich inhaltsfreie Zeiten wie fernsehen.
Alltagsbelastungen addieren sich jetzt gnadenlos. Sie sind genauso individuell wie Sie und deshalb nur von Ihnen zu bewerten. Berücksichtigen Sie bei Ihren Unternehmungen neben Wegezeiten den Aufwand vorher und nachher sowie den für Sie somit evtl. absehbaren Stressfaktor. Da sind wieder Sie dran. Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Betrachten Sie Alltagssituationen und deren Auswirkungen auf Sie.
Am besten konkret: Supermarkt ist nicht gleich Kaufhaus, Treffen mit Freundin A oder Kaffeebesuch mit B und Fahrt in die Großstadt wirkt anders wie ein Ausflug aufs Land. Es müssen ja nicht Punkte sein. Klassifizierungen wie „gerne und jederzeit wieder“ bis „brauche ich nicht mehr“ helfen ebenso.
Eine fundierte, wenn möglich, vorausschauende Planung schafft Entlastung und Gelassenheit – bei Ihnen, Ihren Lieblingsmenschen und allen weiteren Beteiligten. Sie reduzieren damit dieses unliebsame Hin und Her zwischen ja und leider doch nicht, aber nur kurz, …
Besser mit klaren Vereinbarungen, auf die sich jeder einstellt und die Sie einhalten können.