Je nach privater oder beruflicher Biografie gab es vermutlich bei Ihnen Abschnitte, Perioden und gar Jahre und Jahrzehnte mit vollen Tagesprogrammen und übervollen Kalendern und Planungen. Viele Verpflichtungen, Termine und Vorhaben, Projekte, Reisen usw. waren vorgegeben und schienen privat wie beruflich unvermeidlich. Und trotzdem waren da weitere Kräfte frei, Zwänge im Umfeld, Vorlieben, Hobbys usw., was man in die kleinen und großen Lücken hineinnahm. Egal ob es jetzt im Rückblick bombig, notwendig, sinnvoll, normal oder sonst wie erscheint – es ist vorbei!
Zwingend sind jetzt Planungen in kleinen Portionen. Ein, zwei, drei fixe Termine pro Tag könnten schon genügen.
Dazwischen Pausen – bewusst geplant und eingehalten. Sie allein vermögen abzusehen, ob die Belastungen Sie voraussichtlich gering, mittel, stark beanspruchen werden. Das berücksichtigen Sie bei Ihren Planungen. Oftmals werden Sie wenig oder keinen Einfluss darauf haben, wenn andere die Termine festlegen. Aber Sie versuchen zumindest, Ihre Regenerationszeiten vorher und nachher freizuhalten. Etliche Verpflichtungen korrelieren oft mehr oder weniger stark miteinander. Dazu mögliche Beispiele: Krankengymnastik am Vormittag verträgt sich, für Sie voraussehbar, nicht mit einem größeren Einkaufsbummel am Nachmittag. Leistbar könnte es dagegen sein, nach einer erholsamen Mittagspause ein befreundetes Paar zu einer gemütlichen Kaffeepause in den eigenen vier Wänden zu empfangen. Mittlerweile hat es sich ja sogar bei Ihnen eingebürgert, den Zeitrahmen offen abzusprechen („wir kommen zwischen 15.00 und 15.30 Uhr und gehen spätestens um 18.00 Uhr“). Die früher üblichen Mitbringsel sind ebenfalls abgeschafft. Stattdessen kümmern Sie sich um die Getränke und Ihr Besuch bringt das Gebäck mit. Solche Entlastungen strahlen schnell auf den Bekannten- und Freundeskreis aus. Das hilft nebenbei sogar zu einer netten Belebung mancher Kontakte, da die gegenseitige Beanspruchung besser verträglich ist und gefühlte Hürden flach gehalten werden. Andere werden ebenfalls nicht jünger.
Freier Tag nach einem mit Programm oder Entlastungstag vorher? Warum nicht.
Für Sie darf das kein Problem sein, eher jetzt schon eine Notwendigkeit! Gibt es dazu in der Partnerschaft oder im Umfeld Unstimmigkeiten, dann lassen sich tragfähige Kompromisse finden und einplanen.
Kurz und knapp:
Leben in kleinen Portionen ist eine Strategie, um mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen. Dabei geht es darum, sich nicht zu viel vorzunehmen und stattdessen auf kleine, erreichbare Ziele zu konzentrieren.
Sobald Sie diese erreicht haben, können Sie sich größere Ziele setzen.
Brechen Sie Anforderungen auf: Wenn Sie vor einer umfangreichen Aufgabe stehen, versuchen Sie, diese in kleinere Portionen aufzuteilen. So wird sie Ihnen weniger überwältigend erscheinen.
Erfolg genossen? Wenn Sie ein Ziel erreicht haben, belohnen Sie sich selbst. Dies wird helfen, motiviert zu bleiben und weiterzumachen.
Dazu einige Beispiele für einen Tag:
- 30 Minuten Spaziergang oder Training.
- ein gesundes Essen zubereiten.
- mit einer Freundin telefonieren.
- Eine Stunde lesen oder entspannen.
Und morgen kommen zwei Freunde für zwei Stunden.
Selbst kleine Erfolge werden Ihnen helfen, sich besser zu fühlen.